Die Zukunft des Social Media Marketing

Können Sie sich noch an die dotcom Blase Anfang des dritten Jahrtausends erinnern? Damals gingen Firmen den Bach runter, die sich künstlich aufgeplustert hatten ohne echte Werte zu bieten. Jede Idee konnte in den Anfangszeiten des www den Anlegern verkauft werden als das nächste, große Ding. Der Hype rund um Social Media Marketing ist zwar vielleicht keine dotcom II, ein wenig erinnert das Ding rund um Facebook, Twitter und Co. schon an die Situation vor dem Crash. Facebook hat sich etabliert im Internet, nun muss man die Position aber auch dafür nutzen, Geld zu verdienen.

Wie sieht der Status Quo aus? Momentan muss man als Unternehmen fast eine Facebook Fan Page haben, zumindest wenn es nach dem Willen der vielen Social Media und Web 2.0 Agenturen geht. Damit soll nun nicht gesagt sein, dass Engagement im Web 2.0 sich nicht auszahlt. Die Frage ist nur, welches Ziel setzt man dahinter. Viele Touristik Unternehmen haben Facebook im Online Marketing Mix als Kommunikationsmedium und zur Stammkundenbindung eingesetzt, durchaus mit Erfolg. Als Vertriebsmedium ist Social Media noch nicht zu gebrauchen.


Die Zukunft der Facebook Unternehmensseiten?

Die letzten Änderungen auf Facebook deuten eher darauf hin, dass man die Seiten von Unternehmen aus der Wahrnehmung ein wenig zurückdrängen will. Die großen Marken haben nun gesehen, dass man Publikum anziehen kann mit geschickter Kommunikation. Wo aber bleibt dabei der Gewinn der Plattform? Eine Seite anzulegen ist komplett gratis für das Unternehmen. Mark Zuckerberg und die Anleger verdienen daran keinen müden Heller. Es gibt aber auch die Möglichkeit, auf Facebook Werbeanzeigen zu schalten. Daran verdient man sehr wohl. Werden also die Unternehmensseiten gezielt entmachtet um die Unternehmen die weiterhin präsent sein wollen, dazu zu zwingen kostenpflichtige Werbeanzeigen zu schalten?

Zumindest für mich deutet alles darauf hin. Die Frage wird sein, ob sich die Unternehmen auf dieses Spiel einlassen. Wer die Kosten pro Klick einer Facebook Werbekampagne kennt und diese mit den Kosten pro Klick bei Google Adwords vergleicht, wird wohl maximal den Kopf schütteln. Zudem sucht der Kunde auf Suchmaschinen nach Produkten und kommerziellen Begriffen, während der User auf Facebook vor allem online ist, um sich zu unterhalten. Keine besonders gute Atmosphäre für Vertrieb. Kundenbindung ja, Kommunikation ja, Imagepflege ja – Verkauf NEIN!

Und die anderen Plattformen? StudiVZ ist vom Yahoo Schicksal eingeholt worden und klassisch im Hype um Facebook untergegangen. Twitter hat den Sprung vom Kurznachrichtendienst zur sozialen Plattform nicht geschafft und sucht momentan bei all der Bedeutung, die dem Zwitschervogel prognostiziert wurde, ebenfalls noch nach einem Modell um Geld zu verdienen. Denn bei aller Liebe zum Sozialen und den Trends: unterm Strich wird Online Marketing im Tourismus noch immer daran gemessen, ob man Geld verdient oder nicht.

Blog: Mehrwert durch Content und Kommunikation

Wozu wir defintiv raten, ist das Führen eines Blogs. In den kurzen Artikeln kann man sowohl mit seinen Kunden in Verbindung treten, sein Image aufbessern als auch vertriebsrelevante Informationen einstreuen. Zudem ist ein Blog ein echter Mehrwert wenn es um das Thema Suchmaschinenoptimierung geht.

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