Google Instant: Was steckt dahinter?

Google ist eine schöne Sache. Zwei junge Weltverbesserer stellen uns kostenfrei das ultimative Tool zur Suche im Web zur Verfügung. Google kämmt unseren Planeten zurecht, indem es das Chaos in den Weiten des www ordnet. Damit das nicht langweilig wird, gibt es immer wieder mal was Neues. Momentan im Angebot: Google Instant!

Warum Google Instant eingeführt wurde

Sergey Brin und Larry Page sind zwei Studenten, die sich vor knapp 15 Jahren in Papas Garage vorgenommen haben, mit ihrer Google-Idee unseren Planeten zu einem schöneren Ort zu machen. So weit die romantische Geschichte – Google ist aber vor allem eins: ein Unternehmen, das Geld verdienen möchte. Bisher gelingt das trotz all der schlechten Presse recht gut.

Google verdient Geld, indem neben den sogenannten „natürlichen Suchergebnissen“ bezahlte Anzeigen geschaltet werden. Jeder Klick bringt dem Werbenden mit Google Adwords Besucher, dem Klickenden Informationen und Google Geld. Win – Win – Win Situation. Je mehr Werbetreibende auf einen Begriff ihre Anzeige schalten, desto teurer wird der Klick. Je teurer der Klick, desto mehr Geld für Google. Was also liegt näher, als dem Kunden Suchergebnisse vorzuschlagen?

Je mehr man das Suchverhalten einengt, desto geringer die Variabilität dessen, was der Kunde wirklich sucht. Auf einzelne Suchbegriffe steigt somit ganz automatisch das Suchvolumen. Google zwingt Unternehmen, die mitspielen möchten, dazu, auf diese heiß umkämpften Begriffe mit zu bieten und schraubt den Preis in die Höhe.

Google Instant: Marktverschärfung oder Chance?

Seitdem vor einigen Wochen Google Instant gelaunched wurde, gehen die Wogen hoch. Bei SEO und SEM Agenturen schrillen die Alarmglocken. Die automatisch generierte Vorschau auf die Ergebnisse, die bereits erscheint während der Kunde seinen Suchbegriff eingibt, wird nicht gerne gesehen. Google ist quasi Monopolist, viele sind von Google abhängig, jede Änderung wird also erstmal kritisch beäugt. Google Instant ist ein weiterer Schritt in Richtung Marktverschärfung im SEM und SEO Bereich. Die Konkurrenz auf bestimmte, ohnehin schon heiß umkämpfte Keywords wird weiter wachsen. Oder ist der User noch immer Herr darüber was er sucht?

Der Online-Kunde: mündig oder faul?

Die Frage wird sein, inwiefern sich der User von Google in der Eingabe seiner Suche einschränken lässt. Google hat ein Problem: Onlinesurfer werden immer schlauer. Die Suche hat sich in den letzten Jahren insbesondere im Tourismus weg von 1 bis 2 Wortbegriffen wie „Urlaub Ägypten“ hin zum Longtail Begriff wie „Hotel Ägypten mit Tauchschule“ entwickelt. Dementsprechend hat sich auch das Einbuchen der Anzeigen in Google Adwords entwickelt. Von teuer und umkämpft zu Nische und günstig.

Touristik-Unternehmen, die auf „Urlaub Ägypten“ bieten, werden sich mit steigenden CPCs irgendwann in der Kostenfalle wiederfinden. Breite Begriffe kosten mehr und haben im Normalfall eine geringe Conversionrate. Zwar soll man mit seinem Angebot möglichst in jedem Schritt des Kaufprozesses vertreten sein, die Frage ist nur, ob man sich die Top Position und die vielen teuren Klicks auf undifferenzierte Begriffe gönnen will. Mit Google Instant will man dem User durch die direkten Vorschläge bereits während des Eintippens die Ergebnisse auf die Top Begriffe wieder schmackhaft machen: „Warum, lieber User, tippst du mühsam Hotel Ägypten mit Tauchschule ein, wenn du doch unter „Hotel Ägypten“ bereits alles findest was du brauchst?“

Tourismus Online Marketing: Survival of the cleverest

Ob Google Instant sich durchsetzen wird und wieviel mehr Geld es in die Kassen von Sergey Brin und Larry Page schwemmt (mit 11 Milliarden $ pro Kopf ohnehin gut gefüllt), wird sich zeigen. Sicher ist eins: Eine gute Tourismus Online Marketing Strategie verlangt immer clevere Anzeigentexte, relevante Inhalte und gutes Controlling. Die letzte Instan(t)z was Erfolg hat, ist noch immer der Kunde selbst.

CIC: Erfolg – Online Marketing – Tourismus

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