Mehr Ertrag durch automatische Katalogproduktion

Vor 20 Jahren war ich bei einem Reiseveranstalter als Produktmanager für Einkauf, Kalkulation, Marketing (inklusive Texten) und Vertrieb bis hin zur Katalogproduktion verantwortlich. Quasi für die ganze Produktionskette. Das Layout wurde zuerst von Repro-Unternehmen in Fotosatz-Systemen erstellt, später dann von Druckvorstufen in Druckereien.

Produktmanager oder Grafiker?

Seit Anfang der 90er Jahre setzte sich der PC mit immer mehr Möglichkeiten und Softwareprogrammen durch – im grafischen Bereich der MAC. Und so einen bekam ich und erstellte fortan selbst Kataloge. Anfangs empfand ich die kreative Grafikarbeit noch als interessant und beschäftigte mich tage- und nächtelang mit Layouts. Doch ich habe recht schnell erkannt: Entweder man ist Grafiker – und die gibt es schon lange professionell ausgebildet -, oder man ist Touristiker.
Vor allem als Vertriebsleiter ging es dann gar nicht mehr, gleichzeitig Kataloge selbst zu erstellen. Bei allem Wunsch nach kreativer Ideenverwirklichung, das machte doch keinen Sinn!

Geschichtsunterricht: Computer sollen die Arbeit übernehmen!

Dennoch: Ich bin dankbar, das Handwerkszeug der Grafik in 60-Stunden-Wochen plus Nachteinsatz gelernt zu haben. Denn damals entwickelte ich aus der Praxis heraus eine persönliche Vision: automatisch Katalogseiten produzieren.
Es war die Vision von der schnellen, kostengünstigen und vor allem einfachen Produktion von Printmedien.

In den 90er Jahren wurden dann auch die ersten „Database Publishing Systeme“ bekannt. Wenn ich heute sehe, wie weit mein Unternehmen mit der Web basierten automatisierten Katalogproduktion ist, dann hätte ich mir diese Entwicklung selbst vor 10 Jahren noch nicht erträumt.

Katalogproduktion manuell? Nein, danke!

Noch immer beschäftigen sich zu viele Touristiker mit Grafikarbeiten. Auch bei Datenbank gestützten Produktionen beobachte ich heute noch immer die Tendenz, einen beachtlichen Teil der Produktion manuell zu verrichten. Es ist technisch keine große Herausforderung mehr, eine Katalogseite (z. B. Produktseiten) automatisch irgendwie oder so-gut-wie zu befüllen. Aber noch immer arbeiten ganze Grafikabteilungen an der händischen Überarbeitung von sogenannten „automatisch“ befüllten Seiten.

Mehr Verdienst durch komplizierte Arbeitsweise?

Die Arbeitsweise der Produktmanager erinnert mich an meine eigene Produktionszeit. Zum Teil werden Systeme auf lokalen PCs installiert, damit ein Touristiker ein grafisches Element auf einer Seite von links nach rechts schieben und seine eigene grafische Idee umsetzen kann. Wenn das dann zu einem Mehrverkauf der Reisen und nachweislichen wirtschaftlichen Erfolg führt, dann soll es so sein.

Aber: Ist das wirklich so? Und wo wollen wir hin? Ist nicht das Ziel, die möglichst 100-prozentige Automatisierung der Seitenproduktion, ein erstrebenswertes? Nein? Welche Einwände gibt es? Nur mal angenommen, es ginge aber doch – welche Voraussetzungen wären nötig? Fakt ist: Aus technischer Sicht ist automatische Printproduktion möglich. Bestimmten Seiten, wie Titelseiten, individuelle Füllseiten etc., können je nach Anforderung ja auch weiterhin von Hand aufgebaut und im Produktionsprozess eingefügt werden – das sollte von Fall zu Fall bewertet werden.

Ein Layout muss das Produkt optimal darstellen und für die Buchungsentscheidung emotionalisieren.
Je nach Sparte und Kundengruppe. Und das lässt sich beim Gros der Veranstalterkataloge, die mir bekannt sind, voll automatisiert umsetzen. Vielleicht sind für das Ziel Zugeständnisse nötig, aber es lassen sich sehr anspruchsvolle Layouts automatisch produzieren.

Mehr Umsatz durch schnellere Produktion: Time to Market

Es gibt Voraussetzungen: Konzeption und Datenaufbereitung müssen die hohen Anforderungen erfüllen. Eine Investition, allerdings mit Nachhaltigkeit. Ein großer Vorteil, das sagen unsere Kunden, ist z. B. der „Time-to-Market“ Effekt: Veranstalter können erheblich schneller mit den Produkten am Markt sein – trotz oder gerade wegen Zeiteinsparungen bei der Produktion um bis zu 80 Prozent!

Touristiker kennen ihre Kunden – Technik muss sie unterstützen

Meine Empfehlung: Werbung transportiert Emotion, keine Frage. Und Touristiker kennen ihre Kunden und wissen, wie man die Reisen darstellt. Die Anforderung an die Technik ist es also, immer weiter daran zu arbeiten, dass die individuellen Vorgaben der einzelnen Anbieter hoch automatisch umgesetzt werden können. Kompromisse sollten offen und zielorientiert abgewogen werden. Für viele ist ein erfolgsorientierter Kompromiss – wie mit unserem System packagemaster – möglich: Seiten möglichst vollautomatisch produzieren und ggf. bestimmte Details (z. B. Bildausschnitte) über eine Softwarefunktion optimieren.

Meine Vision von der automatischen Katalogproduktion ist heute Realität: Fast alle Seiten meiner Kataloge von 1990 könnten heute zu 100 Prozent vollautomatisch erstellt werden.

(Der Autor arbeitete über 10 Jahre bei Reiseveranstaltern in Geschäftsleitung, Vertrieb, Marketing und Produktmanagement. Der Artikel baut auf den Erfahrungen aus über 20 Jahren in der Touristik auf.)

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