Ein Blick über den Tellerrand…

… oder was man bei der Medienproduktion von der Automobilindustrie lernen kann

Layout-BaukastenEin Oberklasse-PKW ist individuell auf seinen Käufer zugeschnitten. Doch der Wagen entstammt einer groß angelegten Serienproduktion, bei der sich die Produkte gleichen „wie ein Ei dem anderen“ – zumindest vom Grundsatz her.  Durch ein geschicktes Baukastensystem von der Farbauswahl bis zum Ausstattungsdetail wird das Massenprodukt wieder zum „individualisierten Serienprodukt“.  Das Prinzip funktioniert über mehrere Dutzend PKW-Modelle hinweg. Der Ansatz des „modularen Querbaukastens“ (MQB) ist das strategische Instrument der Unternehmensführung, so Dr. Ulrich Hackenberg, Entwicklungschef bei VW.

Querbaukasten in der Medienproduktion

Vergleichbar mit dem „Querbaukasten“ funktioniert ein moderner Satzroboter in der Printproduktion: Durch geschickte Farbkombinationen und eine durchdachte Layout-Mechanik bei der Darstellung von Zusatzinformationen entstehen Seitenvarianten. Mehr noch: Layout-Baukastenelemente für Infobereiche wie Inklusivleistungen, Zubuchbares, Familyspecials etc. können über mehrere Produktsparten geschickt wiederverwendet werden. Der vollautomatisch erstellte Katalog wirkt trotzdem spannend, ideenreich und ist voller Abwechslungen – der entscheidende Unterschied zum manuell erstellten Pendant: Er hat nur 1/10 Aufwand in der Herstellung benötigt. Und das Beste dabei ist: Die Inhalte werden im „echten Crossmedia-Betrieb“ zeitgleich im Web veröffentlicht.

Automatisierung als Hebel für mehr Ertrag

Von der Kostenseite her gibt es heute unterschiedliche Modelle, um auch dem Mittelstand den Roboter für die Print-Automatisierung zu ermöglichen. Für eine Automatisierung ist die Bereitschaft der Anpassung – es geht um die Optimierung (!) – von Abläufen jedoch entscheidend. Stellen Sie sich einmal vor, am Fließband bei einem Automobilhersteller würden ständig Mitarbeiter mit Farbeimern, Schweißbrennern und Schraubenziehern bzw. Zubehörteilen und Kleber auftauchen, um jedes Modell im Detail zu verändern – mit dem Ziel, jedem Modell den super-individuellen Stempel aufzudrücken. „Absurd und ineffizient“ würden Sie sicher urteilen – „dann lieber jedes Auto einzeln basteln“. Genau. Das wäre dann natürlich zu teuer. Fakt in der produzierenden Industrie ist: In der Automatisierung liegt die Kunst, sie ist dort Voraussetzung und Hebel für wirtschaftlichen Erfolg.

Potenziale und Wirtschaftlichkeit prüfen

Der Automatisierung und „flexiblen Standardisierung“ muss ein Prozess vorausgehen, in dem Ziele definiert und vereinbart werden, an die sich später alle halten müssen. Sonst funktioniert es nicht.
Wir sind der Meinung, dass man in der Medienproduktion vom „Querbaukasten“lernen kann. Wichtig ist, dass das „Fahrzeug“ – also die produzierte Seite – den Anforderungen und Wünschen entspricht und die Wirtschaftlichkeit der Automatisierung nachgewiesen ist. Das lässt sich im Vorfeld ermitteln – auch für kleinere und mittlere Unternehmen.

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Tel. 06251 / 582 66 36, t.mueller@cic.de.

 

 

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