Angebotstexte im Internet – kurz oder lang?

„Viel Text oder wenig Text?“– eine häufig gestellte Frage bei der Erstellung von Angebotstexten im Tourismus. Man kann sie schon fast beantworten, indem man den Fokus auf den Textinhalt legt: „Viel Information oder wenig Information?“ Jetzt geht es nicht um die Menge der Information, sondern seine Qualität. Noch präziser wird die Qualitätsfrage, wenn man sie aus der Nutzenperspektive stellt : „Viel Nutzen für den Leser oder wenig?“ Die Antwort ist klar. Texte, die mir nichts bringen, lese ich nicht. Wobei das nichts mit der Textmenge zu tun hat. Ein Buch kann nach zwei Seiten schon zur Seite gelegt oder bis zum letzten Buchstaben aufgesogen werden. Wenn der Inhalt etwas hergibt. Auch Unterhaltungswert und Spannung sind Qualitätsmerkmale und damit je nach Textgattung von Nutzen und Wert für den Leser.

Der Text muss auf Produkt und Kundengruppe zugeschnitten sein

Natürlich ist es gut, auf den Punkt zu kommen. So viel Text wie notwendig und gleichzeitig so wenig Text wie nötig. Reisebeschreibungen dürfen im Internet grundsätzlich ausführlich sein – zum Beispiel bei einer Studienreise. Der Kunde einer hochwertigen Studienreise erwartet viele Informationen, liest sich hinein – auch im Internet. Wahrscheinlich liest er sowieso recht viel und bevorzugt Textinformationen. Oder bei einer Kreuzfahrt mit vielen Stationen. Wenn das Informationsbedürfnis des Kunden – was wo passiert – nicht befriedigt wird, bucht er nicht online. Im besten Fall ruft er das Call Center an und verursacht Prozess- und Vertriebskosten, im Worst Case bucht er bei der Konkurrenz. Der Text muss also zum Produkt und der Kundengruppe passen. Und er muss das Gefühl geben, dass das Angebot stimmt. Denn eine Kaufentscheidung ist im Tourismus zu 80 Prozent eine emotionale Entscheidung, auch wenn man sich vom Kopf gesteuert glaubt.

Bei Hotelangeboten sind Bilder und Videos immer wichtiger

Ein Hoteltext dagegen kann – je nach Produkt und Kundengruppe – schnell auf den Punkt kommen, ggf. sogar stichwortartig oder tabellarisch aufgebaut sein. Das hängt ganz davon ab, wie erklärungsbedürftig das Produkt ist, und wie man dem Kunden das Produkt und die Leistungen beschreiben kann. Eine Hotelbeschreibung wird im Kopf der Lesers in Bilder umgesetzt, Emotionen werden ausgelöst. Allgemein übernehmen im Web echte Videos und immer bessere Bildinformationen die Aufgabe, das Produkt so gut wie möglich herüberzubringen und zu emotionalisieren. Unterstützt werden sie von Beurteilungen etc.
Aber: Funktionierender Text ist neben hochwertigem Webdesign ebenso wichtig – und ein großer Teil der Bevölkerung braucht und wünscht ihn.

Text muss für den Leser strukturiert werden

Ein wichtiger Aspekt ist die Strukturierung von Text. Absätze und Zwischenüberschriften gliedern die Information, das Auge kann sich an ihnen orientieren. Zudem wird die Optik aufgelockert – Webdesign von Tourismus Websites ist auch einfacher und wird schöner, wenn man eine angemessene Textmenge zur Gestaltung zur Verfügung hat.

Um dem Kunden Texte zu ersparen, die ihn nicht interessieren, bieten sich Zusammenfassungen (z. B. „Highlights“) als Aufzählungen an. Es ist möglich, Text so aufzubauen, dass der Leser sich immer tiefer in das Thema hineinlesen kann.

Text ist wichtig für Suchmaschinen

Ein weiterer wichtiger Aspekt von Text liegt in der Nutzung durch Suchmaschinen. Diese verarbeiten ihn, versuchen immer mehr, den Text und seine Kernaussagen oder Themen „zu verstehen“. Das stellt Anforderungen an den Text und seinen Aufbau. U. a. muss die Suchwortdichte im Text stimmen, die Textqualität darf dabei für den Leser auf keinen Fall leiden. Grundsätzlich gilt heute: Je mehr Text, um so besser für Suchmaschinen.

Anforderungen an den Autor

Bleibt die Frage nach den Anforderungen an den Autor. Auf der einen Seite muss ein aus Marketing-Gesichtspunkten optimaler Text geschrieben werden – er soll zum Kauf animieren. Auf der anderen Seite müssen Aspekte wie Lesbarkeit (Qualität) und Suchmaschinen-Optimierung (SEO) mit berücksichtigt werden. Für viele Tourismus-Produktmanager, die ich kenne, ist gerade den Aspekt des SEO noch neu. Hier kann man auf Spezialisten zurückgreifen und sollte Mitarbeiter schulen, das zahlt sich sicher aus. Langfristig kann so immer weiter optimiert werden – natürlich auch hinsichtlich Qualität und Nutzen.

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2 Comments

  1. Heike Huber sagt:

    Suchmaschinenoptimierung ist das eine, aber die Konkurrenz ist in fast allen Bereichen so groß, dass letzlich nur ein gutes Produkt den Zuschlag erhält. Ich glaube, wir haben es schon mit einer deutlich mündigeren Kundschaft zu tun was sich auch in den kommenden Jahren noch steigern wird.
    Die Leute wissen, was sie wollen. Sie suchen gezielter und brauchen daher auch knackige Informationen und klare Aussagen. Was sie meiner Meinung nach nicht wollen, sind hübsche Füllsätze und glatte Formulierungen.
    SEO Texte sind im Grund genau das Gegenteil. Sie sind lang und meist alles andere als knackig, weil ohne die genannte Keyworddichte ja auch die suchmaschinenoptimierung nur bedingt funktioniert. Unterschätzen wir den SEO-Geist nicht, aber schenken wir ihm auch nicht zuviel Aufmerksamkeit. Denn ein Zufriedener Stammkunde sucht uns nicht bei Google und macht uns etwas frei vom „Seite-1-Druck“.

    lg Frau Huber

    1. Gerd Müller sagt:

      Hallo Frau Huber, danke für Ihren Kommentar! Auch wir beraten unsere Kunden dahin, dass es dauerhaft darum geht, Stammkunden aufzubauen. Auch „seelenlose“ SEO-Texte bringen dem Kunden nichts. In einem anderen Artikel http://www.cic.de/kunde-koenig-internet-marketing-tourismus auf diesem Block schreibe ich daher mit Absicht auch von der „Verantwortung“, die man gegenüber dem Kunden/Besucher im Internet hat. Wir freuen uns auf weitere Kommentare von Ihnen, LG, Gerd Müller

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